Wie testet man, ob der Kühlkreislauf dicht ist?

Eismaschinen sind auf eine dichte Kühlleitung angewiesen. Wenn du nach Undichtigkeiten suchst, ungewöhnlichen Leistungsverlust beobachtest oder häufiger Reparaturen an der Maschine hast, kann eine undichte Leitung die Ursache sein. Typische Situationen sind: plötzlicher Temperaturanstieg im Gefrierprozess, der Kompressor läuft ständig, sichtbare Ölspuren an Verbindungsteilen, oder nach einer Löt- oder Schweißarbeit am Kältekreislauf. Solche Hinweise deuten oft auf Kältemittelverluste hin.

Warum ist eine dichte Leitung wichtig? Ein intakter Kreislauf sorgt für konstante Leistung und beugt erhöhtem Verschleiß am Kompressor vor. Lecks führen zu schlechter Kühlleistung und zu höheren Betriebskosten. Außerdem sind Kältemittel umweltrelevant. Verluste schaden der Umwelt und können gegen die F-Gase-Verordnung verstoßen. Nicht zuletzt hat die Reparaturpraxis rechtliche Folgen, weil das Befüllen oder Öffnen des Systems in vielen Fällen zertifiziertes Personal erfordert.

In diesem Artikel zeige ich dir die Praktiken, mit denen du prüfen kannst, ob ein Kreislauf dicht ist. Du lernst einfache Sichtprüfungen kennen. Du erfährst, wie man mit Lecksuchspray oder Seifenlauge arbeitet. Ich erkläre die Nutzung eines Druckprüfgeräts, den Einsatz eines elektronischen Lecksuchers und den Nutzen von UV-Farbstoff zur Lokalisierung schwierig sichtbarer Lecks. Zu jeder Methode gebe ich praktische Hinweise zur Durchführung und zur Bewertung der Ergebnisse.

Am Ende beschreibe ich die möglichen Entscheidungen. Du erfährst, wann du selbst prüfen kannst. Du erkennst, wann ein Fachbetrieb erforderlich ist. Wenn du ein großes Leck vermutest, sichtbare Ölspuren siehst, das Druckprüfgerät einen starken Druckabfall meldet oder die Maschine Kältemittel nachgefüllt werden muss, solltest du sofort einen Fachbetrieb einschalten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Dichtheitstest des Kühlkreislaufs

Benötigte Werkzeuge und Materialien

  • Manometer-Set / Serviceventile
  • Trockenes Stickstoff-Gewinde mit Druckminderer
  • Vakuumpumpe und Vakuummeter (Zielwerte in Mikron)
  • Elektronischer Lecksucher für Kältemittel
  • Lecksuchspray oder Seifenlauge
  • UV-Farbstoff und UV-Lampe, kompatibel mit dem verwendeten Öl
  • Schutzausrüstung: Schutzbrille, Handschuhe, Atemschutz bei Bedarf
  1. Sichtprüfung

Beginne mit einer gründlichen Sichtprüfung. Suche nach öligen Rückständen an Lötstellen, Flanschen und Rohrverbindungen. Prüfe Schläuche, Dichtungen und Muffen auf Korrosion oder mechanische Beschädigung. Achte auf Verfärbungen oder Krustenbildung. Sichtbare Ölspuren deuten oft auf ein Leck hin. Notiere Fundstellen und fotografiere sie für die Dokumentation.

  • Funktionsprüfung und erste Leistungsbeurteilung